So funktioniert ein ERPforgeAI-Audit — Schritt für Schritt

Was Sie übergeben, was zwischen Upload und Lieferung passiert, was Sie zurückbekommen, wie lange es dauert, und was im Fehlerfall greift. Für Procurement-Reviewer, IT-Lead und SAP-Architekten, die vor der Vertragsunterschrift verstehen wollen, was sie kaufen.

Inhalt
  1. Was Sie an uns übergeben — die Eingabe-Artefakte
  2. Was während der Analyse passiert — die Pipeline
  3. Was Sie zurückbekommen — das Liefer-Format
  4. Realistische Zeiten — vom Upload bis zur Lieferung
  5. Wenn etwas schiefgeht — Fehlermodi und SLA
  6. Häufige Fragen vom Procurement-Reviewer
Schritt 1

Was Sie an uns übergeben

ERPforgeAI braucht keinen Live-SAP-Zugriff. Kein RFC, kein VPN-Tunnel, keine Service-User-Anlage in Ihrem Mandanten-System. Sie liefern eine oder mehrere der folgenden Export-Dateien aus dem Kundensystem:

ArtefaktQuelle im SAP-SystemFormat
ATC-Befund-ExportTransaktion ATC → Prüflauf-Ergebnis → ExportXML
SYCM-Repository-ExportSystem-Cleanup-Manager (SAP Solution Manager)ZIP (enthält CSV/XML)
Custom-Code-Migration-Cockpit-ExportSAP Custom Code Migration Cockpit (CCMC)XLSX
Forms-Inventory (optional)Eigene ABAP-Programme (siehe Tools: Z_ERPFORGE_03_FORMS_INVENTORY)TXT
DB-Volume-Inventory (optional)Eigene ABAP-Programme (siehe Tools: Z_ERPFORGE_04_TABLE_INVENTORY)TXT/CSV

Wie Sie die Exporte erzeugen

Für ATC und SYCM nutzen Sie die SAP-Standardtransaktionen — keine Sonderberechtigung, kein zusätzlicher Eingriff im Kundensystem. Für Forms- und DB-Volume-Audits stellen wir eigenständige ABAP-Programme zum Herunterladen bereit (Z_ERPFORGE_*), die Sie als Read-Only-Reports im Kundensystem starten und deren Output Sie als TXT/CSV speichern. Programme sind offen einsehbar, können vor Ausführung von der Mandanten-IT geprüft werden, ändern keine Daten im SAP.

PII-Redaktion bereits beim Upload

Automatische PII-Maskierung: Felder wie Ansprechpartner, Objektverantwortlich, Zuletzt geändert von werden vom Upload-Parser verworfen, bevor Daten in die Pipeline gelangen. System-Identifier (SID, Mandanten-Nummer, Z-Objekt-Präfixe) werden vom Layer-A-Redaktor durch generische Platzhalter ersetzt, bevor irgendein LLM-Call passiert. Details: Sicherheit → Layer-A-Redaktor.

Übergabe-Mechanik

Upload via Web-UI über HTTPS. Datei wird verschlüsselt übertragen, EU-gehostet bei Hetzner Falkenstein/Nürnberg. Maximale Dateigröße pro Upload: 100 MB. Für größere Mandanten-Systeme: Multi-Upload mit konsolidierter Auswertung.

Schritt 2

Was während der Analyse passiert

Zwischen Upload und Lieferung durchläuft Ihr Befund eine 6-stufige Pipeline. Jede Stufe ist auditierbar: pro Befund existiert ein vollständiger Trail von Eingabe-Hash bis Liefer-Output.

Stufe 1 · Parse
XML/ZIP/XLSX/TXT wird in interne Befund-Records umgewandelt. Format-Validierung gegen SAP-Standard-Schema.
Stufe 2 · Redaktor
Layer-A-Redaktor maskiert SID, Mandanten-Nummer, Custom-Z-Präfixe, USt-IDs, Personennamen. Maskierungs-Map bleibt nur lokal.
Stufe 3 · Klassifikation
Pro Befund: Clean-Core-Level A/B/C/D, Modifikations-vs-Eigenentwicklung, SAP-Standard-vs-Custom, Out-of-Scope (Z_TEST_*) etc.
Stufe 4 · LLM-Analyse
Migrations-Aufwand-Schätzung pro Cluster über Anthropic Claude / OpenAI GPT (BYOK möglich). Nur redigierte Daten verlassen Hetzner.
Stufe 5 · Konsolidierung
Custom-Reviewer prüft jeden Cluster manuell. Ausreißer werden gegen Quell-Code re-validiert. Mensch-im-Schleife, nicht reine Automation.
Stufe 6 · Render
PDF, XLSX und CSV werden im White-Label-Branding der Beratung erzeugt. JIRA-Mapping vorbereitet. Re-Maskierung rückgängig auf finale Ausgabe.

Wo läuft die Pipeline

BYOK (Bring Your Own Key): Mandanten mit strenger LLM-Compliance (KRITIS, öffentlicher Sektor) können Stufe 4 mit ihrem eigenen Anthropic- oder OpenAI-Vertrag fahren. Der API-Call läuft dann unter dem Mandanten-Vertrag, nicht unter dem ERPforgeAI-Vertrag. Details und Konfiguration: Sicherheit → BYOK.
Schritt 3

Was Sie zurückbekommen

Pro Audit ein Lieferpaket in drei Formaten plus Audit-Trail. Alle Formate enthalten dieselben Befunde — PDF für Mandanten-Lieferung, XLSX für interne Bearbeitung, CSV für weitere Tooling-Integration.

FormatInhaltZweck
PDF (White-Label)Executive Summary, Befund-Tabelle, Aufwand-Schätzung, Empfehlungen, Audit-Trail-HashLieferung an Mandanten-IT-Lead, Procurement-Akte
XLSXBefund-Liste mit allen Klassifikations-Spalten, sortierbar/filterbarInterne Beratungs-Bearbeitung, JIRA-Import
CSVMaschinenlesbar, UTF-8 BOM, RFC-4180-konformTool-Integration, automatisierte Folge-Workflows

Inhalt des PDF-Reports

White-Label-Branding

Logo, Farb-Palette und Footer-Text der Beratung. ERPforgeAI taucht im Liefer-PDF nicht auf (außer optional als kleinem „Powered by“-Hinweis im Footer, der auf Wunsch entfernt wird). Mandant sieht das Branding der beauftragenden Beratung, nicht ERPforgeAI.

Beispiel-Report

Ein vollständig gerendeter Beispiel-Report (mit anonymisierten realen Befunden aus einem produktiv-laufenden DACH-Versorger-System, 321 Befunde) ist öffentlich einsehbar:

→ Beispiel-Report ansehen

Re-Run

Beliebig oft. Sobald der Mandant einen weiteren ATC-Lauf macht (typischerweise nach Code-Änderungen oder vor nächstem Sprint), können Sie den neuen Export hochladen und einen frischen Report erhalten. Re-Runs sind im 60-Tage-Pilot-Programm unbeschränkt; in monatlichen Abos im Tarif inkludiert.

Schritt 4

Realistische Zeiten

Ehrliche Zahlen, kein Marketing. Für ein typisches Mandanten-System mit 200–500 ATC-Befunden:

0–5 min
Upload + Parse. Sie laden die XML/ZIP/XLSX-Datei hoch, der Parser validiert das Format. Sie sehen sofort, ob die Datei lesbar ist.
5–15 min
Redaktor + Klassifikation. Layer-A-Redaktor maskiert Identifier, Klassifikator weist A/B/C/D-Buckets zu. Läuft auf Hetzner, kein externer Call.
30–120 min
LLM-Analyse pro Cluster. Aufwand-Schätzung pro Befund-Gruppe via Anthropic/OpenAI. Bei 500 Befunden in ~50 Cluster: 1–2 Stunden Wall-Clock.
24–48 h
Custom-Reviewer-Pass. Manueller Review jedes Clusters, Re-Validierung von Ausreißern gegen Quell-Code. Das ist der Mensch-im-Schleife-Schritt — bewusst nicht automatisiert.
3–7 Werktage
Liefer-Termin gesamt. Express-Audit (Custom-Code): 5 Werktage fix. Forms-Audit / DB-Volume-Audit: 7 Werktage. Pilot-Programm: erster Report in 5–7 Werktagen, Folge-Reports während der 60 Tage in 3–5 Werktagen.

Diese Zeiten sind obere Grenzen. Für einfache Befunde (z. B. saubere ATC-Auswertung von < 100 Befunden) liegt der Liefer-Termin oft bei 3 Werktagen. Bei komplexen Multi-Mandanten-Konsolidierungen (z. B. 5 Tochter-Systeme parallel) kann der Termin auf 10 Werktage steigen — das wird vor Auftragsannahme transparent gemacht.

Schritt 5

Wenn etwas schiefgeht

Der häufigste Fehlerfall ist nicht ein Crash der Pipeline, sondern ein fehlerhaft generierter Export im Quellsystem. Konkrete Fehlermodi und Reaktionszeiten:

FehlermodusErkennungReaktion
Datei lässt sich nicht parsen (z. B. abgeschnittenes XML)Sofort beim UploadFehlermeldung mit Hinweis auf vermutliche Ursache; Sie laden korrigierte Datei nach.
Format-Variante unbekannt (neue SAP-Release-Version)Im Parse-SchrittManueller Eingriff durch Custom-Reviewer; Liefer-Termin kann sich um 24–48 h verschieben. Sie werden informiert.
LLM-API-Outage (Anthropic/OpenAI)Im LLM-Call-SchrittAuto-Failover auf Backup-Provider. Wenn beide ausfallen: Pipeline pausiert, Fortsetzung sobald Provider wieder verfügbar. Kein Datenverlust.
Custom-Reviewer findet inkonsistente KlassifikationIn Stufe 5Cluster wird re-analysiert; Liefer-Termin verschiebt sich nicht, da Pufferzeit eingerechnet ist.
Mandant fragt nach Re-Run mit geänderten ParameternNach LieferungRe-Run in 1–3 Werktagen; im Pilot-Programm und Monats-Tarif kostenlos inkludiert.

SLA

Schritt 6

Häufige Fragen vom Procurement-Reviewer

Antworten auf die Fragen, die in den meisten DACH-Procurement-Prüfungen kommen. Jede Antwort verlinkt auf das passende Compliance-Dokument.

DSGVO / Datenschutz

EU AI Act

Vertrags- und Haftungsfragen

Technische Tiefenprüfung

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