Pilot & Vertrag

Was kostet der Pilot, was passiert bei Misserfolg

Wie viel kostet der Pilot konkret?
€4.900 fix für 60 Tage Vollzugang zum Custom-Code-Analyzer. Bis zu 5 Berater Ihres Hauses. Onboarding-Session und wöchentliche Office Hours inklusive. Bei Erfüllung des Erfolgskriteriums Konversion auf €1.490/Monat (12-Monats-Abo). Alle Konditionen siehe Preise. Alle Preise netto, zzgl. 19 % USt., ausschließlich an Unternehmer i.S.d. § 14 BGB.
Was passiert, wenn das Erfolgskriterium nicht erreicht wird?
Der Pilot endet sauber. Kein Refund, kein automatischer Roll-Over in das Folgeabo, keine Verlängerung als «Bedenkzeit». Sie erhalten einen 2-Seiten-Pilot-Bericht (was funktioniert hat, was nicht), Datenexport aller Reports, und 30-Tage-Löschfrist mit schriftlicher Löschbestätigung. Die €4.900 sind als Vergütung für 60 Tage Founder-Direkt-Begleitung kalkuliert — auch im Misserfolgs-Fall haben Sie diese Zeit erhalten.
Wer entscheidet, ob das Erfolgskriterium erfüllt ist?
Beide Seiten gemeinsam, anhand der vorab im Pilot-Vertrag fixierten Berechnungs-Regel. Die Vorher-Messung (Senior-Berater-Stunden pro 1.000 ATC-Findings auf einem Referenzprojekt Ihres Hauses) wird in Woche 1 dokumentiert. Die Nachher-Messung in Woche 6-8. Ergebnis: Reduktion = (Vorher − Nachher) / Vorher. Es ist messbar, nicht subjektiv — entweder ≥ 50 % oder nicht.
Welche Verträge unterschreibe ich?
Pilot-Vertrag (ein Dokument, ca. 4 Seiten) plus AVV nach Art. 28 DSGVO als Anlage 1. Die TOMs-Liste und die Hetzner-DPA sind Anlage 2 und 3. Auf Anfrage senden wir AVV-Entwurf, TOMs und Hetzner-DPA vor Vertragsabschluss zur Prüfung — werktags innerhalb 24h. Es gibt nur einen Vertrag, kein Master-Service-Agreement plus Bestellschein-Modell.
Wie schnell kann ich nach Anfrage starten?
In der Regel 5-10 Werktage von Erstgespräch zu Pilot-Start. Engpass ist meist Ihre interne Vertragsprüfung, nicht unsere Capacity. Wir nehmen aktuell maximal zwei parallele Pilots auf, um die Founder-Direkt-Support-Qualität zu wahren. Bei Vollauslastung pflegen wir eine Warteliste mit transparentem Slot-Datum.
Sicherheit & DSGVO

Daten, Hosting, KI, Sub-Processors

Wo stehen die Server und Daten?
Hetzner Online GmbH, Rechenzentrum Falkenstein und Nürnberg, Deutschland. Standort-Auswahl im Pilot-Vertrag fixiert — keine kurzfristige Cross-Border-Migration. Daten werden TLS-1.3-verschlüsselt übertragen, at-rest verschlüsselt gespeichert. Backup-Strategie und Aufbewahrungsfristen sind in der TOMs-Liste dokumentiert. Mehr Details: Sicherheit.
Welche KI verarbeitet meine Code-Snippets?
Anthropic Claude (Modell Opus 4.7 als Standard, mit BYOK-Option auf Sonnet 4.6). Anthropic ist DPA-vertraglich an die DSGVO gebunden. Wir senden nur Code-Snippets und Steckbrief-Metadaten, keine Mandanten-Klartext-Identifikatoren (System-IDs, Hostnames, Klartextnamen werden vom Layer-A-Redaktor vor dem LLM-Call ersetzt). Die LLM-Anfrage wird in EU-Region verarbeitet, sofern der Anthropic-EU-Endpoint stabil verfügbar ist.
Was passiert mit meinen Daten bei Pilot-Ende?
Sie erhalten einen vollständigen Datenexport (PDF + XLSX aller Reports, Klassifikations-Logs, Audit-Trail) auf Anforderung. 30 Tage nach Pilot-Ende werden Workspaces, Reports und Audit-Logs automatisch gelöscht — mit schriftlicher Löschbestätigung per E-Mail. Backups werden in derselben 30-Tage-Frist mit-gelöscht. Anonymisierte ABAP-Pattern aus der Lernschleife (siehe Frage zur Klassifikations-Qualität) bleiben erhalten, ohne Bezug zu Ihrem Mandanten.
Kann ich meinen eigenen Anthropic-Key nutzen (BYOK)?
Ja. Bring-Your-Own-Key ist im Pilot-Vertrag wählbar. Konsequenz: Anthropic sieht dann Ihre Beratungs-Account-ID und fällt direkt in Ihr Anthropic-Vertragsverhältnis — nicht in unseres. Das ist relevant für Mandanten mit besonders strikter KI-Provider-Compliance (z.B. wenn die Mandanten-Compliance den Anthropic-Vertrag bereits geprüft hat). API-Kosten zahlen Sie dann direkt an Anthropic; ERPforgeAI berechnet für diese Calls keine Marge.
Welche Sub-Processors sind beteiligt?
Drei: Hetzner Online GmbH (DE-Hosting), Anthropic (LLM, EU-Endpoint), Cloudflare (CDN/Proxy mit DE-Edge bevorzugt, kein Caching von Mandanten-Daten). Alle drei sind in der DPA-Anlage 4 namentlich aufgeführt. Änderungen am Sub-Processor-Verzeichnis werden 30 Tage vorher schriftlich angekündigt mit Widerspruchsrecht. Keine US-Sub-Processors für die Datenverarbeitung; Cloudflare ist als Proxy konfiguriert, nicht als Datenspeicher.
Was, wenn mein Custom-Code hartcodierte Geschäftsdaten oder INC-Ticket-Nummern in Kommentaren enthält?
Der Layer-A-Redaktor ersetzt Identifikatoren (System-IDs, Hostnames, Z-Objekt-Namen, Mandanten-Klartextnamen) — er erkennt aber nicht automatisch hartcodierte Werte wie Kundennummern ('0000123456'), Plant-Codes oder monetäre Schwellwerte, und auch keine Freitext-Inhalte in Kommentaren ("Per INC-2034987 für Mandant XYZ..."). Diese erreichen das LLM in der hochgeladenen Form. Drei Wege, das zu adressieren: (a) vor dem Upload eine Quell-Redaktion durchführen, (b) die BYOK-Option im Pilot-Vertrag wählen — dann liegt der LLM-Vertrag direkt zwischen Ihrem Beratungshaus und Anthropic, nicht über ERPforgeAI, (c) für besonders sensible Mandate gemeinsam einen Pre-Upload-Scrubbing-Workflow definieren (Roadmap-Punkt für v0.12+). Die Klassifikation der Audit-Befunde ist auch ohne tieferes Scrubbing belastbar, weil sie auf der Befund-Struktur arbeitet (Check-Class, Severity, Object-Type), nicht auf hartcodierten Werten. Vollständiger Scope: Sicherheit.
Tools & Workflow

ATC, SYCM, Output-Formate, Code-Generierung

Wie ziehe ich den ATC-XML-Export aus dem Mandantensystem?
SAP-Standard: ATC-Lauf in SE38/SE80, dann /UI2/ATC_RUN_RESULT_DOWNLOAD zum Export der Befunde als XML. Sie benötigen dafür nur Berechtigungen, die Sie als ABAP-Berater ohnehin haben. Der Export verlässt das Mandantensystem nicht zu uns — Sie laden ihn anschließend aus Ihrer Workstation in den ERPforgeAI-Workspace hoch.
Wie ziehe ich den SYCM-ZIP-Export?
Über das Custom Code Migration Cockpit (Transaktion SYCM oder /SDF/CUSTCODE_REPORT). Das ZIP enthält SYCM-Audit-Findings, Reference-Einträge und Migration-Worklists. Wir verarbeiten alle drei Datentypen. Auch hier: das ZIP wird auf Ihrer Berater-Workstation gezogen, dann hochgeladen.
Wie groß darf ein Export sein?
ATC-XML: praktisch keine harte Grenze, wir haben Exporte mit > 50.000 Findings verarbeitet. SYCM-ZIP: aktuelles System-Cap bei 5.000 Reference-Einträgen pro Audit. Bei extrem großen Custom-Code-Bases (NIE-Klasse) bedeutet das, dass die Reference-Auswertung gesampelt wird, nicht vollständig. Das ist eine bekannte Roadmap-Limitierung. Bei betroffenen Mandanten besprechen wir den Sample-Modus offen vor Pilot-Start — keine Surprise-Wahrheit nach Vertragsabschluss.
Wie integriere ich die XLSX-Outputs in JIRA?
Der XLSX-Export ist mit JIRA-Standard-Spalten vorbelegt: Summary, Description (mit Befund-Detail und Audit-Trail-Link), Priority (von Clean-Core-Level abgeleitet), Labels (Modul, Custom-Namensraum). Sie nutzen den JIRA-Issue-CSV-Importer, mappen einmal die Spalten, und importieren bei Folge-Audits per Knopfdruck. JIRA-Cloud und JIRA-DC werden gleichermaßen unterstützt, da das Format Vendor-neutral ist.
Was ist die Erweiterung «ABAP-Code-Generierung»?
Ein zweiter, optionaler Pfad neben dem Audit. Aus einem System-Steckbrief (Z_ERPFORGE_01_STECKBRIEF in SE38, testet 14 ABAP-Features per SYNTAX-CHECK, liest CVERS, prüft Tabellen- und FuBa-Verfügbarkeit) generieren wir systemspezifischen ABAP-Code — kein DATA(lv_x) auf 7.00-Systemen, kein BSEG-Select auf S/4HANA. Für Beratungen, die nach dem Audit ohnehin Z-Code zur Migrations-Bereinigung schreiben müssen. Im Pilot enthalten, kein Aufpreis. Mehr: Prozess.
Mandanten & Beratung

White-Label, AVV-Lieferkette, US-Cloud-Verbote

Sieht mein Mandant, dass ich ERPforgeAI nutze?
Nein. ERPforgeAI ist Ihr Werkzeug — vergleichbar mit einer IDE, einer Excel-Vorlage oder einer internen Skript-Sammlung. Reports werden im Branding Ihrer Beratung ausgeliefert: Logo, Farben, Header, Footer, Rechtshinweise — auch in den Datei-Metadaten. Aus Sicht des Mandanten ist es Ihr internes Werkzeug, ohne sichtbare Drittanbieter-Marke.
Muss ich ERPforgeAI als Sub-Processor in der Mandanten-AVV nennen?
Nur wenn personenbezogene Daten Ihres Mandanten an uns fließen. ATC- und SYCM-Exporte enthalten typischerweise keine personenbezogenen Daten — sie listen Code-Befunde, Tabellen-Strukturen und Custom-Namensräume. Falls in Ihrem Spezialfall doch personenbezogene Daten enthalten sind (z.B. Entwickler-Usernames in Code-Kommentaren), ist die Sub-Processor-Nennung Pflicht. Diese Prüfung gibt Ihre Datenschutzabteilung vor — nicht wir. Dies ist keine Rechtsberatung; bei Unsicherheit ziehen Sie Ihren Datenschutzbeauftragten hinzu.
Was, wenn mein öffentlich-rechtlicher Mandant US-Cloud-Anbieter komplett ausschließt?
Hosting steht auf Hetzner-DE — das ist deutsche Eigentumsstruktur. Cloudflare ist als reiner Proxy konfiguriert (kein Caching, kein Speichern), mit DE-Edge-Präferenz; bei strikten Mandanten kann der Cloudflare-Pfad auf Anfrage entfallen, dann direkter Hetzner-Connect. Anthropic ist die einzige verbleibende US-verwurzelte Komponente — mit BYOK-Option, sodass die Vertragsbeziehung in Ihrer Beratung statt bei uns liegt. Bei vollständigem KI-Provider-Verbot ist ERPforgeAI in der aktuellen Form nicht der richtige Partner; das besprechen wir offen im Erstgespräch.
Ergebnisqualität & Verantwortung

Klassifikation, Lernschleife, Haftung

Wie gut ist die Klassifikation wirklich? Was, wenn die KI falsch liegt?
Die Klassifikation A/B/C/D ist ein Vorschlag mit Audit-Trail (welches LLM-Modell, welche Eingabe-Snippets, welche Heuristik-Regeln). Sie liegt nicht immer richtig. Ihr Senior-Berater reviewt, korrigiert, überstimmt — das ist explizit so im AGB festgehalten. ERPforgeAI ist ein Werkzeug, keine Aufsichtsperson. Empirisch: bei klaren Fällen (Z-Namensraum-Bereiche, eindeutige Modifikationen) liegt die KI > 90 % richtig; bei Grenzfällen (Tiefer Custom-Eingriff in SAP-Standard, Patch-Levels) trifft sie ein erstes Urteil, das Ihr Senior-Berater priorisiert prüfen sollte.
Wer haftet bei einer falschen Migrations-Empfehlung?
Sie als ausliefernde Beratung. Das ist im AGB klar: ERPforgeAI liefert ein Werkzeug-Ergebnis; die fachliche Migrations-Entscheidung trifft Ihr Senior-Berater, und die Mandantenkommunikation läuft über Ihren Account-Manager. Unsere Haftung ist auf den Pilot-Wert (€4.900 bzw. die Jahres-Konversionsgebühr) begrenzt — das ist üblich für SaaS-Werkzeuge dieser Klasse. Bei Mandanten mit besonders strikten Haftungsanforderungen besprechen wir das im Vertrag. Keine Rechtsberatung; ziehen Sie für das konkrete Mandat Ihre Rechtsabteilung hinzu.
Wie verbessert sich das System über die Zeit?
Korrigierte Klassifikationen Ihres Senior-Beraters fließen in eine anonymisierte Lernschleife. Was wir lernen: ABAP-Pattern, Heuristik-Schwellen, Migrations-Pattern-Tags. Was wir nicht lernen: Mandanten-Daten, Identifikatoren, Kontext über das ABAP-Snippet hinaus. Die Lernschleife verbessert die Heuristiken über Beratungshäuser hinweg — Ihre Korrekturen helfen anderen Pilotpartnern, deren Korrekturen helfen Ihnen. Opt-Out für besonders sensible Mandate ist im Pilot-Vertrag wählbar.
Welche Roadmap-Punkte sind als nächstes geplant?
Erweiterung des SYCM-Reference-Caps über die aktuellen 5.000 Einträge hinaus — größter offener Punkt für NIE-Klasse-Mandanten. BSI-Grundschutz-Konformität für öffentliche Auftraggeber (Roadmap-Punkt). Erweiterte Code-Generierung für CDS-Views und Fiori. Detaillierte Roadmap-Status erhalten Pilotpartner quartalsweise im Review-Meeting.
Kontakt

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